NEOS: Kostenlawine spricht für Pause bei NÖ-Impfbussen

3. März 2022

Kollermann: „Durch die geringe Nachfrage sind die Kosten derzeit nicht mehr zu rechtfertigen.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann warnt vor steigenden „Impfkosten“ bei den Impfbussen in Niederösterreich. Aus einer den NEOS zugespielten Aufstellung von zwei der sechs Bussen geht hervor, dass die logistischen Zusatzkosten pro Impfung durch die fehlende Nachfrage im Februar um ein Vielfaches gestiegen sind. „Die Busse waren eine sinnvolle Ergänzung zum Impfangebot, als die Impfbereitschaft hoch war. Mittlerweile ist diese Bereitschaft aber bei vielen nicht mehr erkennbar. Mit den Nachwirkungen der Omikron-Welle und den steigenden Temperaturen verfehlt das aufwändige Angebot zusätzlich seine Wirkung. Aktuell muss das Kosten-Nutzen-Verhältnis deshalb als Missverhältnis bezeichnet werden.“

Pro Impfbus fallen täglich für einen Arzt, zwei Personen, die die Impfung aufziehen und vier administrative Kräfte Personalkosten von rund 3.800 Euro an – die Kosten für die Busmiete inkl. Fahrer kommen noch dazu. Allein für den Februar bedeutet das für sechs Busse, die 28 Tage unterwegs sind Kosten von mehr als 645.000 Euro. Das allein sei für Kollermann aber nicht problematisch, sondern die zunehmenden Kosten pro Impfung. „Zu Spitzenzeiten lagen diese im einstelligen Bereich, weil die Nachfrage gegeben war. Mittlerweile liegen sie aber teilweise bei weit über 200 Euro.“

Für die NEOS-Gesundheitssprecherin mache das deutlich, dass die Impfbusse derzeit ihren Zweck verfehlen. „Sollte die Nachfrage nach Impfungen durch neue Virusmutationen oder großen Bedarf an Auffrischungsimpfungen wieder ein Impfbusangebot erfordern, spricht nichts dagegen, die Impfbusse wieder aus der Garage zu holen. Bis dahin ist die impfwillige Bevölkerung aber besser bei den 700 impfenden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten aufgehoben.“