NEOS: Impfplan wird in NÖ unzureichend umgesetzt

1. März 2021

Kollermann: „Haben die Impfdosen aber weiterhin kein System, um sie effizient einzusetzen.“

Der Impfplan werde in Niederösterreich unzureichend umgesetzt, kritisiert NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann. „Zwar sind bereits knapp 113.000 Menschen in Niederösterreich geimpft worden, allerdings gehört nur jeder fünfte Geimpfte der Risikogruppe an. Das ist mit Blick auf 20.000 freie Impftermine, einer Impfquote von nur 14 Prozent bei den über 75-jährigen und einer vergleichsweise hohen Todesrate in dieser Altersgruppe äußerst dürftig“, so Kollermann mit Verweis auf eine Anfragebeantwortung im Bund.

Verantwortlich für die Zahlen sei neben der anfänglich missglückten Impfanmeldung, die zu einem Wettlauf bei den Impfterminen im Internet geführt hatte, die Intransparenz bei Impfgruppen. „Es ist derzeit kaum nachvollziehbar, wer wann warum geimpft wird. Das führt dazu, dass es zwar Impfstoffe, aber wenig Nachvollziehbarkeit und damit ein sinkendes Vertrauen in der Bevölkerung gibt.“

Unterdessen fordert NEOS-Landessprecherin Indra Collini mehr Tempo bei den Impfungen, um regional und sektoral aufsperren zu können. „Die Verantwortlichen im Land müssen endlich in die Gänge kommen, denn ein vierter Lockdown wäre für die Wirtschaft und die Menschen im Land der Super-Gau.“

Künftig müsse deshalb vor allem auf die Spitals- und Intensivaufenthalte geachtet werden. „Es geht auch weiterhin darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Deshalb müssen die sinkenden Spitalsaufenthalte ein wesentlicher Gradmesser sein. Dass die Inzidenz steigt, ist aufgrund des weltmeisterlichen Testniveaus und Herausfilterns der vielen asymptomatischen Fälle nachvollziehbar.“