NEOS: Booster-Vorrang für Risikogruppe 85+

23. November 2021

Kollermann: „Rasche Auffrischung bei den Vulnerablen wird wesentlich sein, um aus dem Lockdown zu kommen.“

 

Aufholbedarf ortet NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann bei den Booster-Impfungen. Zwar liege NÖ insgesamt vorne, bei den Alten über 85 Jahren und den Pflegeheimbewohnern aber am letzten Platz. „Niederösterreich darf hier nicht herumwurschteln, sondern muss schleunigst handeln. Zumal der Drittstich über das Ende des Lockdowns mitentscheiden wird und schwere Verläufe mit steigendem Alter wahrscheinlicher werden“, so Kollermann. 

Einen Grund für die niedrige Impfquote sieht Kollermann im umständlichen Anmeldeprozedere in NÖ. „Ich habe mehrmals davor gewarnt, dass wir mit einer Anmeldung über das Internet viele Menschen in dieser Altersgruppe nicht erreichen. In der Steiermark, wo Einladungen zum Drittstich schriftlich versendet werden, sind bereits zwei Drittel der über 85-jährigen geimpft. Dass es auch im 21. Monat der Pandemie nicht möglich ist, einen Brief zu schreiben, macht das Versagen im Krisenmanagement deutlich.“

PCR-Freitesten muss auch beim Hausarzt möglich sein

Kritisch hinterfragt die NEOS-Gesundheitssprecherin außerdem das behördliche Freitesten in NÖ. „Derzeit müssen Genesene oft dutzende Kilometer fahren, wenn sie sich behördlich freitesten wollen. Warum das mit Vorankündigung nicht auch beim Hausarzt möglich sein soll, ist unverständlich.“