NEOS Anfrage: Umetikettierte Masken in NÖ-Spitälern?

3. März 2021

Kollermann: „Bewahrheitet sich der Vorwurf, muss geprüft werden, ob Cluster in Kliniken und Heimen auf mangelhafte Ware zurückzuführen sind.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann hat im Verdachtsfall Hygiene Austria eine Anfrage eingebracht, die klären soll, wo und wie viele Masken der Firma Hygiene Austria in Niederösterreich zum Einsatz gekommen sind. Bestätigt ist bislang ein Auftrag des Landes über 100.000 FFP2-Masken. „Es besteht der Verdacht, dass Tausende möglicherweise umetikettierte Masken ihren Weg in die Landeskliniken sowie Landespflege- und Betreuungseinrichtungen gefunden haben. Wir wollen wissen, wie viele Aufträge des Landes es gab, wie hoch die Auftragssumme war und ob die gelieferten Masken vor dem Einsatz einer unabhängigen Qualitätsüberprüfung unterzogen wurden. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, wird auch zu prüfen sein, ob es einen Zusammenhang mit den vielen Clusterbildungen bei den Vulnerablen gibt.”

Laut Kollermann sei hier das Land ebenso wie die Landesgesundheitsagentur in der Verantwortung, zumal ein mutmaßlicher Etikettenschwindel bei Masken nicht zum ersten Mal vorkomme. „Die NÖ-Landeskliniken haben bereits einmal Masken gekauft, die auf dubiosem Weg nach Österreich gekommen und mit gefälschten Dokumenten geliefert worden sind.  Hier stellt sich also auch die Frage des wiederholten Kontrollversagens. Immerhin hat das Land Niederösterreich die Maskenproduktion am Standort Wiener Neudorf mit eigenen Mitarbeitern im Behördenverfahren und einem Expertenteam begleitet.“