NEOS: 180-Grad-Wende der WKO bei Grundumlage ist eine Farce

04. August 2020

Hofer-Gruber: „Gibt keinen Grund, heuer noch die Grundumlage von Betrieben einzuheben.“

Ein Schreiben der WKO-Fachgruppe UBIT an NEOS-Wirtschaftssprecher Helmut Hofer-Gruber und viele weitere Unternehmerinnen und Unternehmer sorgt für Missstimmung. „Was ist eigentlich aus der WKO-Ankündigung geworden, heuer auf die Einhebung der Grundumlage zu verzichten? Offenbar hat die Vergesslichkeit, von der bereits einige Mitglieder der Bundesregierung betroffen sind, auch die Kammerverantwortlichen erreicht“, so Hofer-Gruber in Reaktion auf das Schreiben, in dem die Fachgruppe per Erlagschein die Grundumlage vorschreibt. Der darin versprochene Deal, der auf den VP-Wirtschaftsbund zurückzuführen ist: nach Einzahlung der Grundumlage werden bis zu 150 % dieses Betrags refundiert, sofern man Rechnungen über bestimmte Ausgaben vorlegt.

„Es klingt wie eine Beschäftigungstherapie für Unternehmerinnen und Unternehmer, die derzeit wirklich andere Sorgen haben, als sich um unnötige Bürokratie aus dem Hause WKO zu kümmern. Ich halte es offen gestanden für eine Zumutung, jetzt Erlagscheine zu verschicken – zu einem Zeitpunkt nämlich, an dem viele Betriebe in Niederösterreich mit Krisenbewältigung und Konkursabwehr beschäftigt sind“, so Hofer-Gruber weiter.

UNOS fordern Grundumlage heuer vollständig auszusetzen 

Mit Unverständnis auf das Schreiben und den Alleingang der UBIT reagiert auch der Landessprecher der NEOS-Fraktion im Wirtschaftsparlament und UBIT-Mandatar, Jürgen Margetich. „Ich hätte mir ehrlicherweise mehr praxisnahen Hausverstand erhofft und nicht mehr unnötige Bürokratie für Unternehmerinnen und Unternehmer. Ein Bonus in dieser Höhe wird jedenfalls niemanden retten. Was die Unternehmen brauchen ist klar und kann ich nur immer wieder mit aller Vehemenz einfordern: das Aussetzen der Grundumlage, eine Auflösung der Rücklagen der Kammer in Niederösterreich und eine Senkung der Lohnnebenkosten. Da könnte die Kammer wirklich helfen, denn sie trägt ja durch die Kammerumlage 2 selbst zu den hohen Lohnnebenkosten bei.“