Mehr Studienplätze lösen den Landärztemangel nicht

27. August 2019

"Hilft nichts, über mehr Studienplätze zu reden, wenn die Arbeitsbedingungen das Problem sind."

Ein fehlendes Problembewusstsein in Sachen Landärztemangel ortet NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann in der Landesregierung. „Über mehr Medizin-Studienplätze können wir diskutieren, allerdings nicht als wirksame Maßnahme gegen den Landärztemangel. Da muss sich die Landeshauptfrau schon die Frage stellen, warum eine Landarztpraxis wenig attraktiv ist“, so Kollermann. Sie fordert hier ein generelles Umdenken von Seiten der Landesregierung. „Einerseits haben viele Absolventinnen und Absolventen ein negatives Bild vom Beruf des Allgemeinmediziners. Dem kann man aber nicht mit gesteuerter Planwirtschaft, sondern mit der Möglichkeit, das Berufsbild praxisnah kennenzulernen, begegnen. Auf der anderen Seite muss die Politik dafür Sorge tragen, dass sich Landärzte weniger mit Bürokratie als vielmehr mit ihren Patientinnen und Patienten beschäftigen können und dafür auch entsprechend honoriert werden. Mehr Studienplätze werden die derzeit offenbar unattraktiven Rahmenbedingungen einer Landarztpraxis jedenfalls nicht wettmachen“, so Kollermann abschließend.