Mehr Freiheit für unsere Kinder durch Sprengelabschaffung

28. June 2019

Collini: „Stellen wir die Chancen und Talente in den Mittelpunkt – nicht den Wohnort“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini fordert zum Schulschluss für 178.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich eine Abschaffung des Sprengelzwangs. „Immer wieder melden sich Eltern bei uns, deren Kinder aufgrund des Sprengelzwangs eine bestimmte Schwerpunktschule nicht besuchen dürfen. Anstatt die Interessen und die Chancen, die sich daraus ergeben, in den Mittelpunkt zu stellen, wird der Wohnort als Kriterium herangezogen. Es kann doch nicht sein, dass die Bürgermeister darüber entscheiden, in welche Schule das Kind geht“, so Collini. Sie verweist in dem Zusammenhang auf einen entsprechenden Antrag, den Schwarz und Rot abgelehnt haben. „ÖVP und SPÖ muss endlich klar werden, dass dieses System nicht die Chancen und Talente fördert, sondern die Gleichgültigkeit. Hier werden Schülerinnen und Schüler in ein System gepresst und Flügel gestutzt. Gerade bei den vielen unterschiedlichen Schwerpunkten in den Neuen Mittelschulen ist ein Sprengelzwang absoluter Unsinn“, führt die Fraktionsobfrau aus, die den Schüler_innen, Pädagog_innen und Direktor_innen schöne Sommerferien wünscht.

Schwerpunkt Gewaltprävention

Erfreut zeigt sich Collini unterdessen von der Ankündigung der Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, bis zum Herbst ein Paket gegen Gewalt an Schulen vorzustellen. „Ich hoffe sehr, dass den Worten nun auch bald konkrete und effiziente Maßnahmen folgen. Wir haben bereits im Mai einen Antrag gestellt und die Einrichtung weisungsfreier Mobbing-Meldestellen, mehr Psychologinnen und Psychologen sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter für Niederösterreichs Schulen gefordert. Die ÖVP hat das damals als nicht notwendig erachtet“, so Collini abschließend.