Kontingentaufstockung bei Saisonarbeitskräften bekämpft nur Symptome

09. April 2019

Hofer-Gruber: „Wer den Erntehelfermangel bekämpfen will, muss bei Arbeitsbedingungen und Lohn ansetzen“

Nachhaltige wie naheliegende Lösungen zur Bekämpfung des Saisonarbeitskräftemangels in der Landwirtschaft fordert NEOS-Abgeordneter Helmut Hofer-Gruber. „Allein in Niederösterreich gibt es 60.000 Arbeitslose und viele Migranten, die gerne arbeiten würden, anstatt herumzusitzen. Da überrascht es mich schon, dass die erfolgreiche Ernte in Niederösterreich offenbar von 460 zusätzlichen Saisonarbeitskräften und 85 Erntehelfern aus Drittstaaten abhängt.“ Er sieht vor allem die Interessensvertreter der Landwirte gefordert. „Bauernbund und Landwirtschaftskammern sind mächtige Organisationen, die vorgeben, die Landwirtschaft zu unterstützen – von dort erwarte ich mir vorausschauende Lösungen für ein Problem, dem wir uns jährlich aufs Neue stellen müssen.“

Anzusetzen sei laut Hofer-Gruber vorwiegend bei Arbeitsbedingungen und Entlohnung, die in einem Missverhältnis zum Arbeitseinsatz stünden. „Es muss ja Gründe geben, warum wir den Bedarf nicht mit Arbeitskräften aus Österreich decken können. Ein wesentlicher Punkt sind sicher die hohen Lohnnebenkosten, die die Arbeit am Feld unattraktiv macht.“