FPÖ NÖ muss endlich Konsequenzen aus Identitären-Verstrickung ziehen

15. April 2019

Collini: „Landbauer und Kashofer zeigen, dass es die angebliche Trennlinie zu rechtsextremen und neonazistischen Inhalten nicht gibt“

Nach dem Leak einer Identitären-Mitgliederliste, auf der auch die Amstettener FPÖ-Stadträtin Brigitte Kashofer aufscheint, fordert NEOS-Landessprecherin Indra Collini glaubwürdige Konsequenzen von der FPÖ NÖ. „Es kann nicht sein, dass man in der FPÖ einfach den Ahnungslosen mimen kann und alles ist vergeben und vergessen. In der FPÖ wird nur eines konsequent durchgezogen – nämlich das Abschieben von Verantwortung. Das beginnt bei den kleinen Parteifunktionären, setzt sich bei niederösterreichischen FPÖ-Vizebürgermeistern fort, die Identitäre freundschaftliche begrüßen und zieht sich hinauf bis zum Vizekanzler, der mehrmals mit Fotobeweisen konfrontiert war. Wer seine Heimat liebt, nimmt endlich die Verantwortung wahr und zieht spürbare Konsequenzen.“ 

Udo Landbauer und das Software-Problem

Als fragwürdig bezeichnet Collini auch die Verstrickung des Instagram-Profils von FPÖ-Klubobmann Udo Landbauer mit neonazistischen Profilen, als abenteuerlich seine Erklärungen: „Ein Politiker sollte wissen, was auf seinen Kanälen passiert. Wenn wirklich eine Software dafür verantwortlich sein soll, dass hier neonazistische Seiten automatisch abonniert werden, muss man sich schon fragen, wonach Landbauer in seiner Freizeit im Internet sucht. Meist steckt ein Algorithmus hinter solchen Programmen, der die Internetvorlieben des Benutzers auswertet und basierend auf diesen Infos Seiten auswählt“, so Collini.