Direktor_innen müssen mobbende Lehrer_innen entlassen dürfen

05. April 2019
Indra Collini

Collini: „Derzeit haben schwarze Schafe bei Vergehen kaum Konsequenzen zu befürchten“

Die in Wien laut gewordenen Mobbing-Vorwürfe gegen eine Lehrerin rufen auch NEOS in Niederösterreich auf den Plan. Landessprecherin Indra Collini fordert hier rasch Maßnahmen, um auf Mobbing an Schulen entsprechend reagieren zu können. „Die überwiegende Mehrheit der Pädagoginnen und Pädagogen machen einen hervorragenden Job in diesem oft schwierigen Umfeld. Umso wichtiger ist es, dass ihre Leistungen nicht durch vereinzelte scharfe Schafe in Misskredit gebracht werden“, so Collini, die mehr Schulautonomie fordert. „Ich halte es für wichtig, dass Direktorinnen und Direktoren ihren Schulstandort aktiv gestalten und umfassende finanzielle, pädagogische aber auch personelle Freiheiten bekommen. Das heißt auch, dass sie ihr Personal selbst einstellen und bei triftigen Gründen auch kündigen können.“

Weiters fordert die pinke Fraktionsobfrau eine zentrale Mobbing-Stelle für rasche und unbürokratische Hilfe. „Aus meiner Sicht wird derzeit viel zu wenig getan, um jene Schülerinnen und Schüler aufzufangen, die von Mobbing an der Schule betroffen sind. Viele trauen sich aus Scham nicht, ihre Klassenvorstände darauf anzusprechen. Eine unabhängige und weisungsfreie Beratungsstelle wäre eine mögliche Option“, so Collini. Sie wünscht sich für Niederösterreichs Schulen außerdem mehr Schulpsycholog_innen und Streetworker, die auch am Schulhof beratend tätig sind.