Fördermaßnmahme von Schwarz-Blau funktioniert nicht, kostet aber Millionen:

Deutschförderklassen durch effiziente Maßnahmen ersetzen

16. Mai 2019

Collini: „Das schwarz-blaue Prestigeprojekt funktioniert nicht, verbrennt aber Millionen auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini zeigt sich von den bisherigen Kosten und den Ergebnissen der Deutschförderklassen an sogenannten Brennpunktschulen schockiert. „In Niederösterreich sind bereits mehr als 2,5 Millionen Euro in die Förderklassen gesteckt worden. Trotzdem haben nur vier Prozent der Schülerinnen und Schüler den Sprung in den Regelunterricht geschafft. Das kann man wohl schwer als Erfolg verkaufen“, so Collini. Vor allem der Vergleich mit Wien oder dem Burgenland zeige, wie wenig effizient die Maßnahme in NÖ umgesetzt werde. „Die Bundeshauptstadt hat deutlich mehr Schülerinnen und Schüler mit Deutschförderbedarf, trotzdem haben in Wien 15 Prozent der Schülerinnen und Schüler den Umstieg geschafft. Da frage ich mich schon, ob die Mittel in Niederösterreich in die richtigen Maßnahmen für junge Menschen investiert werden.“

Die NEOS-Fraktionsobfrau fordert von der ÖVP, die Augen nicht vor anderen Möglichen der Förderung zu verschließen und die Flügel der Kinder zu heben, anstatt sie ihnen zu brechen. „Ich erwarte mir eine ernsthafte Diskussion darüber, wie wir die Mittel bestmöglich einsetzen können. Wir müssen weg von der Gießkanne, hin zu individuellen Förderungen, über deren Einsatz die Schulen vor Ort entscheiden. Außerdem müssen die Ganztagsplätze an Brennpunktschulen massiv ausgebaut werden, um den Startnachteil einiger Kinder auszugleichen“, so Collini.