Ausbildungsoffensive im Pflegebereich hinterfragen

18. Februar 2019
Edith Kollermann

Kollermann: „Nicht der Ausbildungsplatz, sondern die Attraktivität des Pflegeberufs ist die Hürde.“

Zweifel hegt NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann an der Ausbildungsoffensive im Pflegebereich. Mit einer Anfrage an Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister will sie den Grad der Auslastung in Gesundheits- und Krankenpflegeschulen und Studiengängen klären. „Dass die Zahl der Ausbildungsplätze im Pflegebereich aufgestockt wird, ist grundsätzlich begrüßenswert. Allerdings ist zu hinterfragen, ob 7,3 Millionen Euro Steuergelder hier nachhaltig und effizient eingesetzt werden. Denn aus der Praxis hören wir, dass schon die bisher vorhandenen Plätze nicht voll besetzt sind.“ 

Die pinke Gesundheitssprecherin plädiert in diesem Zusammenhang für mehr Anstrengungen, das Image des Pflegeberufs zu heben und die Rahmenbedingungen zu attraktivieren: „Wenn Schul- und Studienplätze nicht ausgelastet sind, muss man sich als Landesregierung doch die Frage stellen, warum das so ist. Passen da Verdienst mit Leistung, Belastung und Verantwortung zusammen? Die geringe Wertschätzung macht den Beruf der Pflegekraft in den Augen vieler junger Menschen letztlich wenig attraktiv. Dabei ist er für jene, die ihn mit Fachkenntnis und Herzblut ausüben sehr erfüllend, wie mir in zahlreichen Gesprächen mit Pflegekräften bestätigt wird.“ Die Frage, wie Pflege in unserem Land organisiert und gelebt werde, sei eine der großen Herausforderungen der Zukunft in unserer älter werdenden Gesellschaft, so Kollermann.