Einstellung von NÖ-Regionalbahnen sofort stoppen

22. October 2019

Kollermann: „Den Erfolg der NÖ Öffi-Politik kann man jeden Morgen in den Verkehrsnachrichten hören.“

NEOS- Verkehrssprecherin Edith Kollermann ortet bei der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in NÖ falsche Prioritätensetzung und Schönfärberei. „Anstatt den klimaschonenden Verkehr in den Regionen zu stärken, sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Haltestellen und Linien wie die Ybbstalbahn aufgelassen worden. Mit der bevorstehenden Schließung des Schweinbarther Kreuzes wird sogar eine ganze Region ihrer einzigen Bahn beraubt. Da halte ich es offen gesagt für einen Schlag ins Gesicht von Tausenden Pendlerinnen und Pendlern in NÖ, wenn der ÖVP-Klubobmann Niederösterreich als Öffi-Musterschüler darstellt. Es ist weder eine Gesamtstrategie noch der Wille, den öffentlichen Verkehr gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung weiterzuentwickeln, erkennbar“, so Kollermann. Dass 29,1 Prozent der zurückgelegten Kilometer mit öffentlichen Verkehrsmitteln absolviert würden, wie von Klubobmann Klaus Schneeberger angegeben, glaubt sie nicht. „Hier werden Zahlen in den Raum gestellt, die nicht überprüfbar sind. Die letzte Erhebung des Verkehrsministeriums besagt, dass etwas mehr als 13,2 Prozent der Wege in Niederösterreich mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden. Dass das Land hier trotz des profitablen Standorts zum Ballungsraum Wien unter dem Österreich-Schnitt liegt, ist aber kein Grund zum Jubeln, sondern ein Auftrag an die Verkehrspolitik im Land, die Versäumnisse zu korrigieren“, so die Verkehrssprecherin.

Ersatzverkehr am Schweinbarther Kreuz wird zum Problem für Feuerwehr 

Kritik übt Kollermann auch an den Vorgängen rund um die bevorstehende Einstellung der Regionalbahn Schweinbarther Kreuz. „Dass statt eines klimaschonenden Verkehrsmittels nun über 100 Diesel-Busfahrten pro Tag durch wenige Ortschaften gepresst werden und die Bevölkerung vor Ort plötzlich einer enormen Zusatzbelastung durch Lärm und Abgase ausgesetzt wird, ist eine echte Sauerei. Hier wird am Bedarf und am Willen der Bevölkerung vorbeigeplant.“ Auch ein geplanter Busbahnhof in der 600-Einwohner-Katastralgemeinde Raggendorf sorge für Ärger in der Bevölkerung. „Hier wird bis zum Bau einfach der Vorplatz des Feuerwehrhauses in Raggendorf als Busbahnhof missbraucht. Dass ein Einsatz dadurch möglicherweise behindert wird, ist inakzeptabel“, wie Kollermann abschließend betont.