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​​NEOS NÖ: NÖGKK soll sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren

11.11.2015 Niki Scherak
NEOS NÖ Landessprecher Scherak: „Kuraufenthalte im Ausland reduzieren, Gesundheitsversorgung in NÖ sicherstellen!“
 
Eine parlamentarische Anfragebeantwortung des Gesundheitsministerium an den NEOS-Parlamentsklub zeichnet insbesondere für die NÖ Gebietskrankenkasse ein besorgniserregendes Bild.
Die NÖGKK bewilligt mehr als jede andere österreichische Krankenkasse Kuraufenthalte im Ausland. Ganze 14,6% der niederösterreichischen Kuren gehen ins Ausland, während dies in den meisten anderen Bundesländern überhaupt nicht üblich ist.
 
NEOS Niederösterreich-Landessprecher Niki Scherak: „Gleichzeitig herrschen in Niederösterreich selbst oft Engpässe und Versorgungslücken in der Gesundheitsversorgung wie zuletzt im Bezirk Waidhofen, als neun Tage lang kein Notarzt zur Verfügung stand. Offensichtlich stimmt hier etwas mit der Prioritätensetzung der NÖGKK nicht. Sie ist als Krankenversicherungsträger zwar nicht direkt für verfehlte Gesetzgebung beim Ärztearbeitszeitgesetz verantwortlich, sollte aber dennoch den Fokus mehr auf die grundlegenden Probleme im Gesundheitssystem lenken, anstatt luxuriöse Sonderleistungen auszubauen.“ 
 
NEOS fordert eine Rückbesinnung der NÖGKK auf ihre Kernaufgaben in Form einer lückenlosen Gesundheitsversorgung in Niederösterreich, Instrumente stehen der NÖGKK dafür ausreichend zur Verfügung.
 
„Die NÖGKK muss sich für eine sinnvolle Mittelverwendung einsetzen anstatt vermehrt Kuren an der Adria oder dem Toten Meer zu finanzieren. Natürlich können in Einzelfällen derartige Aufenthalte sinnvoll sein, es scheint aber gerade in Niederösterreich eine massive Ungleichverteilung von Geldern zugunsten von Auslandskuren zu geben. Darüber hinaus fordern wir eine Vereinheitlichung der Vergabe von Kuraufenthalten auf einen Entscheidungsträger,“ so Scherak abschließend.​