Rot-schwarze Neiddebatte um Behandlungskosten beenden

08. February 2019
Edith Kollermann

Kollermann: „Zum Wohle der Patienten über Neuordnung der Finanzierung nachdenken“

Nach dem Streit um den hohen Anteil von NÖ-Patient_innen in Wiener Spitälern, plädiert NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann für eine faire Verteilung von Behandlungskosten unter den Bundesländern. Die pinke Abgeordnete schlägt vor, Leistungen – analog zu den Krankenkassen – direkt miteinander abzurechnen: „Es braucht keine weiteren Neiddebatten auf dem Rücken der Erkrankten, sondern die Überwindung der Reformresistenz des österreichischen Föderalismus. Aus meiner Sicht ist über eine Abrechnung unter den Landesgesundheitsfonds sowie über ihre Integration in die Krankenkassen nachzudenken“, so Kollermann.

 

Kollermann verweist in dem Zusammenhang auch darauf, dass die Auslastung in NÖ-Spitälern sinke, während der Anteil insbesondere von NÖ-Krebspatient_innen in Wien steige. „Längere Anreisen und Wartezeiten sind selbstverständlich nicht im Sinne der Erkrankten. Deshalb ist hier schon auch die Frage zu stellen, ob die Patientinnen und Patienten jene Therapiemöglichkeiten und Qualität vorfinden, der sie vertrauen und die sie brauchen“.