NEOS zu Schulöffnung: Konzept der Bildungsdirektion wenig durchdacht

04. September 2020

Collini: „Plan hat Schwachstellen, die Schulen, Eltern und Kinder vor Probleme stellen werden.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini vermisst nach wie vor einen klaren Plan von Land und Bildungsdirektion für den Corona-Herbst in Schulen. „Es sind den Schulen zwar zehn Punkte übermittelt worden. Auf viele drängenden Fragen hat das Land aber auch in den Sommerferien keine brauchbaren Antworten gefunden“, so Collini.

Ein Beispiel sei die Vorbereitung auf Distance Learning. „Es ist davon auszugehen, dass Kinder auch im Herbst und Winter zum Teil von zu Hause aus unterrichtet werden müssen. Deshalb haben wir gefordert, eine Erhebung über den Bedarf an mobilen Endgeräten durchzuführen. Dass vor allem sozial benachteiligte Kinder nicht für Schulen erreichbar sind, hätte ohne großen Aufwand verhindert werden können. Die Chance wurde leider verpasst. Ebenso wie eine gute technische Ausstattung der Schulen selbst und die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte in diesem Bereich.“

Collini sieht aber auch ein Problem in den Vorgaben selbst. „Schulautonomie bedeutet nicht, Schulen in einer Krisenzeit mehr Freiraum zu geben und in Wahrheit hängen zu lassen, wenn sie eigentlich mehr Unterstützung bräuchten“, wie Collini betont. Zudem brauche es Gewissheit für Eltern. „Es muss klar sein, dass die Verantwortung des Landes über die Grundstücksgrenze der Schule hinausgeht. Dass fiebernde Kinder nach Hause geschickt werden müssen, ist klar. Es braucht aber dringend eine ‚Fast Lane‘ für Corona-Tests, mit Testergebnissen binnen weniger Stunden. Denn auch Mütter und Väter brauchen Gewissheit.“