NEOS zu Corona-Tests: Chaos bei 24-h-Betreuerinnen ist hausgemacht

10. July 2020

Kollermann: „Nach wie vor gibt es keine Koordination, keinen Plan und keine Teststrategie.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann ortet bei der Organisation der 24-h-Betreuung aus Rumänien und Bulgarien sowie der sich zuspitzenden Corona-Situation am Balkan samt Reisebeschränkungen eine fehlende Abstimmung zwischen Bundes- und Landesregierung sowie der schwarzen Wirtschaftskammer. „Offenbar hat man aus den chaotischen Zuständen im April nichts gelernt. Denn wie sonst lässt sich erklären, dass es wieder mediale Ankündigungen ohne entsprechende Verordnungen gibt. Am Ende sorgt das für Verunsicherung und dafür, dass Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Betreuungspersonen allein gelassen werden – und zwar nicht nur mit den enormen Aufgaben, sondern auch bei der Finanzierung“, so Kollermann mit Verweis auf teure Corona-Tests für die Betreuerinnen aus Bulgarien und Rumänien. „Dass die Kosten dafür an die pflegenden Angehörigen abgewälzt werden, die in dieser Ausnahmesituation ohnedies schon eine schwere persönliche und finanzielle Last zu schultern haben, halte ich für ein Armutszeugnis.“

Kollermann fordert einmal mehr eine Teststrategie für Betreuungspersonen und vor allem Pflegebedürftigen ein, die zu Hause von ihren Angehörigen und/oder den Betreuerinnen versorgt werden. Immerhin würden rund 85 Prozent der NÖ-Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt. „Das Land muss endlich eine Strategie entwerfen, wie hier alle Beteiligten bestmöglich geschützt werden können, ohne sie in ein organisatorisches Chaos zu stürzen oder sie finanziell noch weiter zu belasten.“