NEOS: Offener Brief an WKNÖ fordert mehr Unterstützung zur Krisenbewältigung

11. August 2020

Collini: „Für Niederösterreichs Betriebe sowie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht es jetzt ums Überleben.“

Mit nachgeahmten Geldsäcken, die vor der Zentrale der Wirtschaftskammer in St. Pölten platziert wurden, haben Niederösterreichs NEOS die Auflösung der Finanzpolster der Kammer gefordert. In einem Offenen Brief an WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker fordern die Pinken mehr Unterstützung für Betriebe, die durch Corona in Bedrängnis geraten sind. „Jetzt geht es darum, die wirtschaftlichen Folgen von Corona abzuschwächen, die Betriebe mit aller Kraft durch die Krise zu bringen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu retten. Dazu muss auch die Wirtschaftskammer ihren Beitrag leisten. Sie sitzt allein in Niederösterreich auf einem Finanzpolster von rund 213 Millionen Euro. Dieses Geld stammt aus den Zwangsbeiträgen und muss nun sofort an die Unternehmen im Land zurückgezahlt werden“, so NEOS-Landessprecherin Indra Collini.

Darüber hinaus fordern die NEOS in dem Offenen Brief, die Grundumlage – immerhin ein paar hundert Euro im Jahr – heuer vollständig zu streichen. Wirtschaftssprecher Helmut Hofer-Gruber betont: „Noch im März hatte es den Anschein, als würde die WKO einlenken. Jetzt allerdings verschickt sie Zahlscheine. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem viele Betriebe mit Krisenbewältigung und Konkursabwehr beschäftigt sind“. UNOS-Landessprecher und Mandatar der Fachgruppe UBIT Jürgen Margetich, der ebenfalls bei der Aktion dabei war, spricht sich unterdessen für die Abschaffung der Kammerumlage 2 aus. „Die Kammer fordert zwar, die Lohnnebenkosten zu senken, verursacht sie aber durch die Kammerumlage 2 zum Teil mit. Die Abschaffung dieser Strafsteuer auf Arbeitsplätze ist ein kleiner, aber erster wichtiger Schritt zur Schaffung neuer Jobs.“ Bonmot am Rande: Die „KU2“ feiert im Dezember ihren 41. Geburtstag. Ursprünglich war das Provisorium befristet für zehn Jahre angekündigt.