NEOS NÖ wollen Buddy-System und mehr Autonomie für Brennpunktschulen

01. February 2019
Indra Collini

Collini: „Viele Probleme sind hausgemacht und Ergebnis einer wenig vorausschauenden Bildungspolitik“

Mehr Anstrengungen zur Unterstützung Niederösterreichischer Brennpunktschulen fordert zum Schulschluss NEOS-Landessprecherin Indra Collini. „Die letzten Bildungsstandard-Tests haben einmal mehr den enormen Handlungsbedarf aufgezeigt. Wir brauchen aber keine weiteren Lippenbekenntnisse der Politik, sondern eine Ressourcenaufstockung und kreative Lösungen, die über den Tellerrand blicken.“ Collini plädiert etwa für eine Pilotregion für eine gemeinsame Schule bis 16 Jahren, die mit finanzieller, pädagogischer und personeller Autonomie ausgestattet ist, eine Prozessbegleitung bei der Umstellung und Evaluierung sowie ein Buddy-System, das Problem- mit Vorzeigeschulen verknüpft: „Es gilt von den besten Schulen zu lernen. Das passiert aber nicht durch Eingebung, sondern indem man Schulen für den Erfahrungs-, Problem- und Lösungsaustausch zu Netzwerken zusammenschließt.“

Darüber hinaus brauche es eine deutliche Ressourcenaufstockung. Ein großes Problem sei nämlich der Personalmangel an Schulen: „Dass Lehrerinnen und Lehrer in Niederösterreich aus einer Mangelerscheinung heraus Fächer unterrichten müssen, die sie nicht studiert haben, ist ein Verschulden der Politik – das muss einmal klargestellt werden. Das ist kein externes Versagen, sondern das Versäumnis, die richtigen Schlüsse aus demografischen Daten zu ziehen“, so Collini, die deutlich mehr Schulpsycholog_innen oder Streetworker_innen an Brennpunktschulen fordert. Außerdem will die pinke Fraktionsobfrau mehr Transparenz bei Testergebnissen: „Um zu guten Lösungen zu kommen braucht es nach den Bildungsstandard-Tests eine klar nachvollziehbare Datenlage. Die Briten haben mit diesem Weg gute Ergebnisse erzielt, während es in Österreich eine Kultur des Versteckens gibt.“