NEOS NÖ: Wo bleibt die Teststrategie für 24-h-Betreuerinnen?

29. June 2020

Kollermann: „Unsere Pflegebedürftigen müssen sich darauf verlassen könne, keiner zusätzlichen Ansteckungsgefahr ausgesetzt zu werden.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann ortet einen zu sorglosen Umgang mit der Gesundheit pflegebedürftiger Menschen, die zuhause von Angehörigen und 24-Stunden-Pflegekräften betreut werden. „Vor zwei Monaten sind die ersten Betreuerinnen aus Rumänien eingeflogen worden, trotzdem gibt es bis zum heutigen Tag keine landeseinheitliche Teststrategie für sie. Mit Blick auf die nun wieder steigenden Infektionszahlen kann ich das nur als verantwortungslos bezeichnen“, so Kollermann, die sich auf eine Anfragebeantwortung durch LR Christiane Teschl-Hofmeister bezieht. Demnach sei die Testung der Betreuerinnen im Rahmen eines Screening-Programms des Bundes zwar in Aussicht gestellt worden, umgesetzt worden sei die Maßnahme aber bis heute nicht.

Verwundert reagiert Kollermann auch auf die Information, wonach es keine Abstimmung zwischen Wirtschaftskammer und Land NÖ bei der Organisation der Korridorzüge gegeben habe. „Da stellt sich mir schon die Frage, wieso die Landesrätin bei der Ankunft der Pflegekräfte am Flughafen Schwechat Interviews gibt, obwohl sie nicht eingebunden war.“

Land muss Angehörige entlasten und Kosten übernehmen
 

Neben einer Teststrategie für die Heimpflege fordert Kollermann eine finanzielle Unterstützung der pflegenden Angehörigen bzw. betreuten Personen „Sie müssen derzeit die Kosten für das Quartier und den Test bei der Ankunft der Pflegekraft in Österreich übernehmen. Das bringt viele Bürgerinnen und Bürger, die in der Krise ihre Jobs verloren haben, an den Rand des finanziell Machbaren.“