NEOS NÖ/UNOS: Wirtschaftsberatende Berufe sofort von Beschränkung ausnehmen

24. April 2020

Hochstöger: „Braucht eine Förderung von Beratungsgesprächen für Kleinbetriebe, um gut durch die Krise zu kommen“

Die Wirtschaftskammerfraktion der NEOS, UNOS (Unternehmerisches NÖ), fordert, wirtschaftsberatende Berufe von den Corona-bedingten Beschränkungen auszunehmen. „Laut Verordnung dürfen Beratungen derzeit ausschließlich online durchgeführt werden. Das ist zwar grundsätzlich möglich. Allerdings suchen Betriebe gerade jetzt, wo wir uns einer beispiellosen Pleitewelle nähern, das vertrauliche Gespräch. Das betrifft den Blick in die Bücher genauso wie eine erstmalige Beratung unter besonderen Umständen“, so der niederösterreichische UNOS-Mandatar Horst Hochstöger, der so einen Neustart der Wirtschaft beschleunigen wolle. Neben der Lockerung fordert der UNOS-Mandatar der Fachgruppe UBIT außerdem die Einführung einer Förderung von Unternehmensberatung für Kleinbetriebe. Hier könne das deutsche Modell – dieses sieht eine Förderung von 4.000 Euro pro Betrieb ohne Eigenanteil vor – ein Vorbild sein, wie Hochstöger betont.

Unterdessen fordert Collini die Einrichtung eines Expertenstabs im Land, der Strategien für das Hochfahren des wirtschaftlichen Lebens erarbeitet. „Der Austausch von Landesrat Danninger mit Wirtschaftskammer und ecoplus ist gut, zeigt mir aber, dass der notwendige Blick von außen fehlt. Ziel muss es sein, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu retten. Da wird es wichtig sein, nicht nur im eigenen Saft zu schmoren, sondern rauszugehen und die wichtige Expertise von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie der Volkswirtschaftswissenschaft abzuholen.“