NEOS NÖ/soogut: Sozialmärkte brauchen in Coronakrise dringend Unterstützung

23. March 2020

Collini: „Eine solidarische Gesellschaft darf nicht auf arme und armutsgefährdete Menschen vergessen.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini warnt wegen der Corona-Krise vor einem Personalengpass bei den soogut-Sozialmärkten. „Viele der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören altersbedingt zur Risikogruppe und bleiben deshalb zuhause. Das bedeutet allerdings auch, dass derzeit viele helfende Hände fehlen. Aus diesem Grund haben die Verkaufsstellen in St. Valentin und Waidhofen an der Ybbs sowie die mobilen Verkaufsstellen im Mostviertel bereits schließen müssen“, so Collini, die Bürgerinnen und Bürger abseits der Risikogruppe aufruft, sich in den Sozialmärkten zu melden. Gesucht würden Personen, die regelmäßig Waren abholen, sortieren, im Markt aktiv sind oder in der Küche aushelfen.

Einen Appell an die Bevölkerung richtet auch Wolfgang Brillmann, Geschäftsführer der soogut-Märkte. „In dieser besonderen Situation ist uns jeder Mensch willkommen, der uns unterstützt, da es gerade jetzt wichtig ist für unsere Kundinnen und Kunden da zu sein“, so Brillmann. Er betont, dass die wenigen Grundregeln zur Vermeidung einer Infektion – von der Desinfektion der Hände bis hin zum notwendigen Sicherheitsabstand – selbstverständlich auch in den Markträumlichkeiten eingehalten würden. Hier würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter schwierigen Umständen viel Disziplin beweisen. „Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Personal, das tagtäglich die Regale schlichtet und mit seinem Einsatz den Einkauf in unseren soogut-Sozialmärkten ermöglicht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten wirklich großartige Arbeit.“

Noch kein großes Problem gibt es unterdessen bei der Versorgung mit Waren - trotz Hamsterkäufen in Österreichs Supermärkten. Derzeit funktioniere die Kooperation mit Handelsunternehmen, den Lebensmittelgeschäften und den regionalen Betrieben gut, heißt es aus den Sozialmärkten. „Dennoch gilt es auch hier, genau hinzuschauen und die Situation über die nächsten Tage und Wochen zu beobachten. Viele arme und armutsgefährdete Menschen können hier selbstbestimmt einkaufen und ihre Not lindern. Damit das auch weiterhin möglich ist, braucht es uns alle. Wie gut unser gesellschaftlicher Zusammenhalt funktioniert, zeigt sich in Krisenzeiten am Umgang mit jenen, die am Wenigsten haben“, so Collini abschließend.