NEOS NÖ/Coronakrise: Bürokratie ist Hemmschuh bei der Rettung von KMU

26. March 2020

Collini: „Einen Rettungsring wirft man, ohne die Unternehmen im Land vorher durch einen Bürokratiedschungel zu schicken.“

Einen bürokratischen Spießrutenlauf ortet NEOS-Wirtschaftssprecher Helmut Hofer-Gruber bei der Existenzsicherung für kleine und mittlere Unternehmen. „Ich möchte niemandem das Bemühen absprechen. Aber wenn mir KMU und EPU berichten, dass sie sich durch eine Fülle von Unterlagen quälen oder zur Beurteilung ihrer Hilfsbedürftigkeit einen regelrechten Finanzstriptease hinlegen müssen, halte ich das für die falsche Prioritätensetzung. Zeit ist genau das, was viele Unternehmen nicht haben.“ Oberstes Ziel müsse die Entbürokratisierung sein. Nachbesserungsbedarf sehe Hofer-Gruber zudem bei der Versorgung mit Informationen. „Steuerberaterinnen und Steuerberater sind dieser Tage mit vielen Fragen der Betriebe konfrontiert. Umso wichtiger ist es, dass sie die zur Beantwortung notwendigen Informationen rasch bekommen.“

Groß seien die Herausforderungen auch bei der Weichenstellung für die Zeit nach der Krise. Dabei müsse laut Hofer-Gruber das Augenmerk auf der Digitalisierung liegen. „Es braucht da nicht-rückzahlbare Zuschüsse für den Aufbau von Webshops und digitalen Strukturen, die Unternehmen in Situationen wie diesen überlebensfähig machen. Hier bietet sich auch die Chance, sich gegen die weltweit agierenden Online-Handelsriesen zu positionieren und regionale Netze aufzubauen.“ Darüber müsse es weitere Entlastungsschritte geben – Hofer-Gruber führt hier etwa die Abschaffung des Interessentenbeitrags sowie ein Ende der sinnlosen Zwangsveröffentlichung in der Wiener Zeitung an.

Collini: „Betriebe retten bedeutet Arbeitsplätze sichern“ 

Unterdessen ruft NEOS-Landessprecherin Indra Collini dazu auf, die Petition „Schau auf die Betriebe, schau auf die Jobs“ zu unterzeichnen. Die Petition spricht sich für eine zentrale Telefonnummer für Betriebe, einen unbürokratischen Rettungsring für EPU/KMU und für eine Auflösung der finanziellen Reserven der Wirtschaftskammer aus. „Hier geht es allein in Niederösterreich um knapp 213 Millionen Euro, die zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zum Erhalt der Betriebe zur Verfügung gestellt werden können.“