NEOS NÖ: Bildungs-Lockdown im Herbst muss verhindert werden

29. July 2020

Collini: „Bildungseinrichtungen brauchen Testkits und schnellere Ergebnisse.“

Um vor einer möglichen zweiten Corona-Welle besser gerüstet zu sein, mahnen NEOS Vorbereitungen für den Start des neuen Schul- und Kindergartenjahres in NÖ ein. „Ein neuerliches Abschieben des Unterrichts in den Privatbereich muss verhindert werden. Deshalb braucht es jetzt eine Strategie mit Testergebnissen innerhalb von acht Stunden, um im Herbst durchgehend offene Schulen und Kindergärten sicherstellen zu können“ so NEOS-Landessprecherin Indra Collini.

Sie vermisse diesbezüglich Vorgaben, wie mit positiven Testergebnissen umzugehen sei. „Es gibt praktisch keine Alternativenplanung. Derzeit ist unklar, wer unter welchen Umständen nach Hause geschickt wird und ob die Klasse oder gleich die ganze Schule schließen muss. Und auch die Frage, wie Home-Schooling im Bedarfsfall besser funktionieren kann, bleibt unbeantwortet.“

Klare Leitlinien für Schulen entwerfen, Schulärzte einsetzen

Edith Kollermann, Gesundheitssprecherin, konkretisiert. „Jetzt gilt es an Strategien zu arbeiten und Abläufe für Schulen und Kindergärten festzulegen. Denn was wir nicht wollen ist, dass Erkältungssymptome, die im Herbst vollkommen normal sind, gleich zur Schließung der Bildungseinrichtungen führen. Hier braucht es ausreichend Testkits und eine Teststrategie mit flächendeckenden Pool-Testungen, die rasch Gewissheit bringen“, so Kollermann, die dadurch auch auf eine qualifizierte Datenerhebung hofft. Zudem sollen Schulärztinnen und Schulärzte zum Einsatz kommen. „Sie können in die Klassen gehen, über Hygienemaßnahmen informieren und bei der Abwicklung der Corona-Tests in den Schulen helfen.“

Collini fordert unterdessen von der VPNÖ, bei der flächendeckenden Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit Laptops endlich Tempo zu machen. Immerhin habe der Lockdown gezeigt, dass viele Kinder von ihren Lehrkräfte nicht erreicht worden seien „Leider hat die Landespolitik geschlafen, als es darum ging, die digitalen Voraussetzungen für das Home-Schooling zu schaffen. Dass man erst im September erheben will, wie viele Geräte benötigt werden, ist viel zu spät.“