NEOS: Möglichkeiten des Zusammentreffens in Altenheimen prüfen

29. April 2020

Kollermann: „Psychische und physische Gesundheit der Heimbewohner müssen gemeinsam gedacht werden.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann begrüßt den Plan des Landes, die Corona-Maßnahmen in Altenheimen zu lockern und fordert die Landesregierung auf, die Einrichtung von Begegnungszonen in Landespflegeheimen zu prüfen. „Die körperliche Unversehrtheit der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner ist natürlich von zentraler Bedeutung. Wesentlich ist aber auch die seelische Gesundheit. Da scheinen mir die in Privatheimen eingerichteten Begegnungszonen, in denen geschützte Treffen mit Familienangehörigen und nahestehenden Personen stattfinden können, ein guter Weg zu sein“, so Kollermann.

Ein wesentliches Anliegen der pinken Gesundheitssprecherin sei es, die Treffen zeitlich nicht zu befristen. „Es ist klar, dass alle Optionen auf den Tisch gehören und die unterschiedlichsten Bedürfnisse berücksichtigt werden müssen. Denn was die Treffen mit der tickenden Stoppuhr für Menschen mit Demenz bedeuten, lässt sich mit etwas Einfühlungsvermögen nachvollziehen. Zudem braucht es eine eigene Lösung für bettlägerige Heimbewohnerinnen und Heimbewohner.“

Kollermann plädiert dafür, auch die Gärten der Heime für Treffen zu nutzen. Darüber hinaus fordert die pinke Gesundheitssprecherin, die Videotelefonie, von der bereits vereinzelt Gebrauch gemacht wird, flächendeckend auf alle Landesheime auszurollen. „Diese Maßnahme ließe sich sehr rasch umsetzen, da das Land nur die technischen Möglichkeiten nutzen müsste, die es bereits gibt“, wie Kollermann betont.

Bislang sei laut der NEOS-Gesundheitssprecherin jedenfalls zu wenig getan worden, um die emotionale Lage der Bewohnerinnen und Bewohner zu verstehen. „Diese Krise ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmesituation. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass auch die Psychologie und die Soziologie einen Platz in der Task Force der Bundesregierung finden. Immerhin geht es um die Rechte von Menschen in ihrem Lebensabend“, so Kollermann abschließend.