NEOS: Land muss Kontaktmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe ausbauen

25. June 2020

Kollermann: „Corona hat gezeigt, dass es möglicherweise noch zu viele Hürden für Minderjährige gibt.“

NEOS-Sozialsprecherin Edith Kollermann fordert, die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu den NÖ-Kriseninterventionszentren auszubauen. Hintergrund sind aktuelle Zahlen aus einer Anfragebeantwortung. Demnach ist die Zahl der betreuten Minderjährigen im März/April 2020 um 32 auf 70 gesunken. „Die sinkenden Zahlen können bei näherer Betrachtung nur als Alarmsignal verstanden werden. Denn die Vermutung liegt nahe, dass fehlende Rückzugsmöglichkeiten, finanzielle Sorgen und weitere Corona-bedingte Umstände dazu geführt haben, dass Konflikte in den Familien eher eskalieren“, so Kollermann.

Das Land sei nun gefordert, die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu evaluieren. „Das Problem ist, dass sich viele Kinder und Jugendliche kaum unbemerkt an die Beratungsstellen wenden können. Deshalb wird es einerseits wichtig sein, die Hürden der Kontaktaufnahme abzubauen und auf der anderen Seite auf die bedrohliche Situation, in der sich viele Minderjährige befinden, aufmerksam zu machen. Der Schutz von Kindern steht und fällt mit dem Hinschauen und Handeln.“