NEOS-Anfrage: Welchen Werbewert haben Inserate im Mock-Newsletter?

08. July 2020

Collini: „Der einzig erkennbare Nutzen ist eine Parteienfinanzierung, die in Ibiza-Tradition am Rechnungshof vorbeigeht.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini fordert mit drei Anfragen Aufklärung über die Inseratenkultur der Niederösterreichischen Landespolitik. Hintergrund sind gehäufte Anzeigen des Landes und von Gesellschaften mit Beteiligung des Landes im Newsletter des Alois-Mock-Instituts – einer vier bis sechs Mal erscheinenden Publikation mit einer Auflage von 2.500 Stück. „Dass ein Newsletter in dieser Größe jährlich Anzeigengelder von rund 37.000 Euro für nicht einmal zehn Inserate bekommt, lässt viele Anzeigenverkäufer bei österreichischen Tageszeitungen vor Neid erblassen. Die marktunüblichen Preise sind für uns jedenfalls ein Indiz für eine indirekte Parteienfinanzierung, die in Ibiza-Tradition am Rechnungshof vorbeigeht.“ Laut Collini seien vergleichbare Inserate in Tageszeitungen günstiger zu haben.

Konkret richten sich die Anfragen zur Inseratenpolitik von Hypo, EVN und Landeskliniken an die Landesräte Schleritzko, Danninger und Pernkopf. Die NEOS-Politikerin will von ihnen etwa wissen, ob es einen Vertrag über das Inseratenvolumen gibt und welchen Zweck die marktunüblichen Inserate haben. Collini mahnt dabei erneut einen sauberen Umgang mit Steuergeld ein. „Mit welcher Dreistigkeit die Freunderlwirtschaft im Land mit dem Geld von uns Bürgerinnen und Bürger finanziert wird, halte ich für einen weiteren Tiefpunkt in Niederösterreich.“