Lehrermangel: Bildungspaket statt Krisenmanagement

18. February 2019

Collini: „Es braucht hier endlich Maßnahmen, die über die klassische Symptombekämpfung des Lehrermangels hinausgehen“

Für ein Gesamtpaket zur Bekämpfung des Lehrermangels spricht sich heute NEOS-Landessprecherin Indra Collini aus. Die bislang gesetzten Sofortmaßnahmen an den NÖ-Schulen würden nur die Symptome, nicht aber das eigentliche Problem bekämpfen. „Die Einschränkung von Bildungskarenz und Teilzeitarbeit kann die jahrzehntelangen Versäumnisse bei der demografischen Bedarfsplanung nicht ausbügeln. Die Sofortmaßnahmen schaffen zwar kurzfristige Erleichterung. Wir NEOS wollen, dass die Probleme nicht kaschiert, sondern offensiv angegangen werden“, so Collini.

Sie fürchtet zudem einen Boomerang-Effekt der Sofortmaßnahmen: „Ich warne davor, diese lehrerseitigen Einschränkungen als geeignete Medizin für den hausgemachte Lehrermangel anzusehen. Nur eine Attraktivierung der Rahmenbedingungen kann in Zukunft dafür sorgen, dass sich wieder mehr junge Menschen für den Lehrerberuf entscheiden.“ Die pinke Fraktionsobfrau plädiert etwa für eine konsequente Personalaufstockung bei Schulpsycholog_innen und Sozialarbeiter_innen zur Entlastung der Lehrkräfte, insbesondere in Brennpunktschulen. Darüber hinaus bräuchten die Schulen endlich mehr pädagogische, personelle und finanzielle Autonomie: „Letztlich geht es darum, dass die Direktorinnen und Direktoren individuell entscheiden sollen, was sie für ihre Schule brauchen und wo sie ihr Budget am zielführendsten investieren.“